Assist 4.0 macht Reparaturen leichter

Assist 4.0 macht Reparaturen leichter
11 Nov 2015

Nach 18 Monaten intensiver Zusammenarbeit gibt es im Forschungsverbund Assist 4.0 ein erstes Zwischenergebnis. Der Demonstrator 1 unterstützt die Bereiche Störfallbehebung und (Fern-)Wartung. XiTrust ist bei Assist 4.0 für die Prüfung der Datensicherheit verant- wortlich.

Demonstrator 1 – ein Assistenzsystem


Vorgestellt auf der großen Pressekonferenz der KNAPP AG im November, ist der Prototyp Demonstrator 1 inzwischen aktiv im Einsatz. Sowohl bei den Intralogistik-Anlagen der KNAPP AG selbst, als auch in der Halbleiterherstellung bei Infineon Technologies Austria und bei der AVL wird das Leistungvermögen des Prototyps einem ersten Praxistest unterzogen .
Störfälle treten gewöhnlich unangemeldet auf. In großen Produktionsanlagen gilt es in solchen Fällen, so rasch wie möglich zu handeln. „Damit die Dinge wieder laufen, muss der Servicetechniker die Information in richtiger Qualität zum richtigen Zeitpunkt erhalten“, schildert Kajetan Bergles, Service Development Manager der KNAPP AG in Hart bei Graz.
Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an die Servicemitarbeiter und immer komplexer werdenden Logistiksystemen, wurde das Forschungsprojekt Assist 4.0 vor zwei Jahren ins Leben gerufen. Der Projektname leitet sich von dem  Oberbegriff Industrie 4.0 ab, der für eine hoch flexibilisierte Massenproduktion und intelligente Wertschöpfungsstrukturen steht. Assist 4.0 ist ein stark praxisbezogenes Forschungsprojekt, das sich die Entwicklung intelligenter Systeme zur Unterstützung von Produktions– und Servicepersonal zum Ziel gesetzt hat. Tablets, Datenbrillen oder auch Smartwatches digitalisieren das Wissen aus analogen Benutzerhandbüchern und machen es schneller und ortsunabhängig verfügbar.

Zu den übergeordneten Zielen von Assist 4.0 zählen benutzergerechtes Design der Technologien, Akzeptanz durch den Anwender sowie die (Daten-)Sicherheit. All diese Faktoren flossen in die Entwicklung des Demonstrators 1 mit ein. Das Servicepersonal bekommt nun die exakt auf den jeweiligen Stör- oder Wartungsfall abgestimmten Bedie- nungsanleitungen mit Texten, grafischen Darstellungen oder Videos auf das Endgerät übertragen.
Bei geplanten Wartungstätigkeiten wird vielleicht ein Tablet zum Einsatz kommen, wenn der Techniker gezielte Information und gleichzeitig beide Hände benötigt, ist wohl eine Datenbrille inklusive Augmented Reality das Ausgabemedium der Wahl“, erläutert der Projektverantwortliche Peter Stelzer. „Hier ist es von zentraler Bedeutung, dass die sensiblen Daten auch sicher ausgetauscht werden und Datenintegrität und Authentizität sichergestellt sind“, ergänzt XiTrust CEO DI Georg Lindsberger.

Das Forschungsprojekt verfügt über ein Forschungsbudget von rund 3 Mio. Euro und wird bis Juni 2016 über das FFG-Programm „Produktion der Zukunft“ mit 1,8 Mio. Euro gefördert.


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